Die Geschichte des Skeleton
Die Anfänge des Schlitten- und Bobsports reichen bis zu den
Indianern Nordamerikas zurück. Dort wurden Schlitten aus Rinde
und Ästen geformt, auf denen Zelte und Geräte transportiert
wurden. Auch in anderen schneereichen Ländern wie Rußland,
Schweden, Norwegen und der Schweiz wurden schon früh
Fortbewegungsmittel gebaut, die Transporte im Schnee ermöglichten.
Erst bei den Coughnawaga-Indianern in Kanada wurden Schlitten
auch zum Freizeitvergnügen für Kinder und Erwachsene genutzt.
Die weißen Einwanderer Kanadas schauten dies den Indianern ab
und nahmen Schlitten mit in den Schweizer Kurort Davos. Dort
bauten sie eine kleine Eisbahn, auf der die ersten Fahrversuche
unternommen wurden.
1883 wurden das erste Rennen in Davos auf einer über drei
Kilometern langen Strecke gefahren. 1885 war einfaches Rodeln
aber schon vielen zu langweilig, und ein paar Wagemutige bauten
eine steile Eisrennbahn nahe dem Örtchen Cresta bei St. Moritz.
Zwei Jahre später stürzte sich der erste Fahrer liegend mit
dem Kopf voran die Eisbahn hinunter. Cresta-Skeleton war somit
geboren. Bis heute verbindet man Skeletonfahren auf dem
Cresta-Run in St. Moritz mit einem Hauch von Exclusivität, denn
Reiche und Berühmte versammelten sich oft in dem Schweizer
Kurort, um Cresta-Rennen zu erleben. Aus dem Cresta-Skeleton
entwickelten sich neue Zweige: der Bobsport und das heute
bekannte Bobbahn-Skeleton.
Als 1928 die olympischen Winterspiele in St. Moritz
ausgetragen wurden, war Bobbahn-Skeleton eine der
Hauptattraktionen. In den nächsten Jahren setzte ein
regelrechter Boom im Skeleton-Sport ein, und Menschen aus aller
Welt kamen nach St. Moritz, um die tollkühnen Fahrer in der
Eisbahn zu bewundern. Als es in den Nachkriegsjahren etwas ruhig
um Skeleton wurde, erschien ein neuer Star auf dem Cresta-Run,
der eine neue Zeitrechnung im Skeleton-Sport einläutete. Mit
einem aerodynamisch perfekten Anzug und nach hinten gestreckten,
eng am Körper anliegenden Armen unterbot der Schweizer Bruno
Bischofsberger die bestehenden Bestzeiten bei weitem. Dieser
Stil, der Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h ermöglicht, hat
sich bis heute gehalten.
Einen weiteren Aufschwung in diesem Sport gab es 1990.
Erstmals sind die Damen auf den Bobbahnen zugelassen. Dies gilt
aber nur für Bobbahn-Skeleton. Auf dem Cresta-Run in St. Moritz
dürfen bis heute keine Damen die Bahn betreten, geschweige denn
befahren. Seit 1996 gibt es bei den Damen den Ladies-Cup, der
den Weltcup-Rennen der Herren um nichts nachsteht.
Bei der Weltmeisterschaft 2000 waren erstmals auch die Frauen
am Start. Siegerin in Igls war Steffi Hanzlig aus Thüringen
(Sieht steht übrigens auf diesem Bild
neben mir.)
Momentan ist dieser Sport noch eine Männerdomäne. Wie man
aber an der Beteiligung der Damen in dieser kurzen Zeit ersehen
kann, wird sich das Feld der weiblichen Skeletonfahrer immer
mehr erweitern.
Oft gab es im Skeleton-Sport aber auch unerfreuliche
Nachrichten zu vermelden: Zahlreiche Knochenbrüche und sogar tödliche
Unfälle haben die Geschichte des Sports mitgeschrieben.
Den vollständigen Text finden Sie bei unter http://www.sport.de!
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Die Skeleton-Geschichte im Überblick
1882 Anfänge des Skeletonsports mit einem aus
den USA mitgebrachten hölzernem Schlitten
-"Toboggan" in Davos
1884 Ein Stahlschlitten zum Fahren in der
Bauchlage wird von einem englischen Offizier eingeführt
- wegen seines skelettartigen Aussehens wird er Skeleton
genannt
1885 erster "Grand National" in St.
Moritz
1886 Bau des berühmten "Cresta Run" in
St. Moritz,einer speziell für die Skeletons gebauten
Natureisbahn
1888 Zwei Skeletonschlitten werden mit Brettern
verbunden - so entstand der Bob
1908 Erste Skeletonrennen in Kitzbühl,
Friedrichroda, Oberhof, Igls und Kufstein
1912 Die ersten "Deutschen
Skeletomneisterschaften" werden für den 4. Februar
in Schierke angesagt
1914 erste Europameisterschaft in Davos auf der
Schatzalpbahn
1928/1948 Skeleton ist olympische Disziplin in
St. Moritz
1971 nach 1945 erstmalig wieder durchgeführte
Deutsche Meisterschaften
1981 zweite Europameisterschaft auf der
Olymplabahn in Igls
1982 Erste Skeleton-Weltmeisterschaft in St.
Moritz und dritte Europameisterschaft am Königssee
1987 erste Skeleton Weltcup-Rennen
und jährlich eine Weltmeisterschaft an verschiedenen
Orten der Welt
1990 im Dezember wird nach langer Pause in den
neuen Bundesländern der Thüringer Skeleton Club in
Zella-Mehlis gegründet
1996 erstmals nehmen Frauen wieder am Weltcup
teil, "Ladies Cup"
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Woher kommt eigentlich der Begriff Skeleton?
Das Sportgerät:Skeletons sind Schlitten mit 2 Kufen. Es gibt
weder Bremsen noch eine Lenkung. Als Antrieb wird die Schubkraft
des Fahrers genutzt. Der Skeleton besteht heute aus einem massiven
Stahlgerippe, daher auch der Name "Skeleton" (engl.:
Skelett).
Skeleton wir bald wieder olympische Disziplin!
Im Jahr 2002 wird Bobbahn-Skeleton auch wieder als neue
Sportart bei den olympischen Spielen in Salt Lake City vorgestellt
- ein Datum, auf das die Skeleton-Profis seit langen hinfiebern.
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